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Der Teufelskreis aus Übergewicht, Frustration, Essen aus Langeweile und weiterer Gewichtszunahme muss unterbrochen werden. Arzt, Familie, Pädagogen und Sportvereine sollten an einem Strang ziehen. Wichtig ist, sich selbst ernst zu nehmen - ohne den eigenen Willen etwas zu verändern geht rein gar nichts.

Lob spielt eine wesentliche Rolle. Auch der kleinste Erfolg einer Gewichtsreduzierung oder bei der sportlichen Leistung ist zu würdigen! Adipöse Menschen sind oft geradezu süchtig nach Lob, denn sie erfahren im Alltag meist genau das Gegenteil. Sorgen sie dafür, dass sie auch kleine Erfolge wahrnehmen. Ihre Familie kann dabei eine wichtige Rolle spielen, wenn sie sich für Ihren Gewichtsverlauf und Ihr Aussehen interessiert, ohne Druck auszuüben. Auch körperliche Leistungsfortschritte und eine verbesserte Stimmungslage sind ein Fortschritt! Also: Niemals mit Lob sparen, aber mit Kritik geizen! Persönliche Zuwendung kann für Ihre Motivation Wunder wirken.

Auslöser erkennen

Bei manchen Menschen gibt es spezifische Auslöser für übermäßiges Essen: Traurigkeit, Stress, Ängstlichkeit, Überforderung, Ablehnung in Schule oder Beruf, Langeweile oder Frust. Wenn Ihr Kind adipös ist, sollten Sie darauf achten, ob eine spezifische Begebenheit oder eine bestimmte Stimmung dazu führt, dass Ihr Kind besonders viel isst. Und wichtig: Auch das Kind muss diese Auslöser erkennen. Nur durch diese Einsicht kann es selbst lernen, sein Essverhalten zu verändern. Wenn sie als Erwachsener betroffen sind, dann ist es auch für sie in jedem Fall eine Gute Idee, sich zu fragen, ob es ganz bestimmte Auslöser für die Gewichtszunahme gab, oder immer noch gibt.

Mit kleinen Schritten ans Ziel

professionelle Hilfe
geeignete Sportarten
gesundes Essverhalten

Übergewicht ist ein langwieriges Problem. Sie sollten sich nicht zuviel auf einmal vornehmen. Eine Gewichtsabnahme von 21 Kilogramm erscheint manchmal fast unerreichbar - darum sollten zunächst die ersten zwei Kilos angepeilt werden. Sie und Ihre Familie sollten mit einer einzigen Maßnahme beginnen und diese konsequent über mehrere Monate verfolgen. Wenn es gelungen ist, diese erste Maßnahme zur Zufriedenheit umzusetzen, können Sie sich die Tipps in unserem Internetangebot noch einmal vornehmen, um zu überlegen, was Sie dann angehen können und wollen.

Wenn Ihr Kind betroffen ist, muss es mit den Maßnahmen einverstanden sein. Es hat keinen Zweck, einem Kind etwas gegen seinen Willen aufzuzwängen. Eine Maßnahme, die für das eine Kind geeignet ist, kann für ein anderes Kind völlig ungeeignet sein. Ist das Kind schon älter, kann es durchaus auch vernünftig sein, sich mit Hilfsangeboten und gut gemeinten Ratschlägen zurückzuhalten. Dies gilt besonders, wenn die "Fronten verhärtet" sind. Letztlich muss das Kind lernen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 13. Mai 2010 um 18:07 Uhr  

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