Essstörungen äußern sich durch ein gestörtes Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper. Den Essstörungen Magersucht und Bulimie ist die perzeptionelle (die Wahrnehmung betreffende) und konzeptionelle (die Wunschvorstellung betreffende) Störung des eigenen Körperbildes gemeinsam. Betroffene halten sich trotz teilweise erheblichen Untergewichtes für zu dick und haben ein extrem schlankes Körperideal. Adipöse Personen haben dahingegen teilweise Angst vor dem Gewichtsverlust, tragen eine Art "Fettpanzer" mit sich herum.
Problembereiche der Adipositas
Bei erheblichem Übergewicht (Body-Mass-Index > 35) ergibt sich ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko, unter anderem für cardiovaskuläre Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und Stoffwechselerkrankungen.
Adipöse Patienten sind in permanentem Bemühen begriffen, ihr (oft genetisch disponiertes) überdurchschnittliches Gewicht durch Diäten zu kontrollieren. Vor dem Hintergrund des heutigen Schlankheitsideals führt jedes zugenommene Gramm zu Selbstvorwürfen. Die entsprechenden Versagensgefühle können zu "Frust-Mahlzeiten" führen.
Infolge häufiger Diätversuche kommt es zu einer chronischen Störung von Hunger- und Sättigungsgefühlen, was ein vermehrtes Essen bzw. Heißhungerattacken begünstigt. Weiterhin führen die Diätversuche zu einer Herabsetzung des körperlichen Grundumsatzes. Der Körper wird zum besseren Futterverwerter, was dazu führt, dass sogar bei normaler Nahrungsaufnahme an Gewicht zugenommen wird.
Grundlegende therapeutische Prinzipien
Die Behandlung der Adipositas erfolgt auf zwei Ebenen: Modifikation des Essverhaltens und Therapie psychosozialer Problembereiche.
Voraussetzung zur Änderung des Essverhaltens ist eine genaue Aufklärung der Betroffenen. Entsprechend sollten die Patienten ausführlich über medizinische, psychologische und diätetische Aspekte der Adipositas informiert werden. Aspekte der Therapie psychosozialer Problembereiche werden individuell entwickelt. Hierzu können gehören:
Therapieziele
Die Sicherung beruflicher und sozialer Leistungsfähigkeit sowie die Verhinderung drohender gesundheitlicher Beeinträchtigungen wird durch Erarbeiten folgender Ziele angestrebt:
Bitte beachten Sie, dass diese Seiten in keinem Fall eine ärztliche Diagnose ersetzen können. Wenn Sie bei jemandem diese oder ähnliche Symptome einer Essstörung beobachten oder vermuten, sollten Sie den Betreffenden behutsam auf die Auffälligkeiten ansprechen.
| < Zurück | Weiter > |
|---|






